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Mit  Unterstützung von

 

Gerd Gruhn

 

Fotografie

 

Hochzeit, Event, Studio und mehr

Unser besonderer Dank gilt unserem kompetenten Reisebüro PlanReisen, der uns als Spezialist für Indienreisen seit über 10 Jahren bestens betreut.

Mi

25

Mär

2020

Ein plötzlicher, aber würdiger Abschluss

Ein kleines Update von unserer Situation hier in Indien im Bezug auf die Coronavirus-Krise.

 

Nach drei Tagen in Bhopal bekamen wir die Nachricht, dass Frieders und Christians Flüge gestrichen wurden und sie unverzüglich nach Delhi aufbrechen müssen, um für einen Ersatzflug zurück nach Deutschland bereit zu stehen. Wolfis, Inas, Maditas und mein Flug war zu dem Zeitpunkt noch auf dem Flugplan. Dadurch entschieden wir so lang es für uns möglich wäre in Bhopal zu bleiben, das Projekt so weit es geht zu Ende zu führen und die letzten verbliebenen Tage mit der gesamten Gruppe voll auszukosten. Trotzdem hing nun immer das ungute Gefühl über uns, dass jeden Moment der schwierige Anruf kommen könnte, der sagt, dass wir nun auch sofort nach Delhi aufbrechen müssten, um das Land noch vor einer endgültigen Flugverkehreinstellung verlassen zu können.

 

Es kam dann wieder anders, als erwartet. Einen Tag nach Frieders und Christians Abreise erreichte uns die Nachricht, dass nun auch eine nationale Ausgangssperre auf Indien zukäme und alle Fortbewegungsmittel in ganz Indien eingestellt würden und die Flughäfen in ganz Indien schließen würden, somit waren unsere Flüge am 26. auch gestrichen. Daraufhin entschieden wir so schnell es geht aus Bhopal mit der gesamten Gruppe nach Delhi zu fliegen und die Kinder dann im zweiten Schritt auf den Weg nach Bodhgaya zu senden, damit sie vor der Ausgangssperre wieder zurück bei ihren Familien wären und in Sicherheit die nun auch immer brennslicher werdende Situation hier in Indien auszusitzen.

 

 

Als wir nach nun leider auch nur sechs Tagen in Bhopal unsere Sachen packten, am Abend vorher die letzte gemeinsame Abendrunde mit den Kids hatten, war die Stimmung etwas gedrückt. Uns war in den Tagen zuvor schon bewusst, dass unser Projekt kein normales, friedliches Ende finden würde. Das hat uns schon die plötzliche Abreise von Christian und Frieder gezeigt, jedoch war da stetig die Hoffnung auf noch etwas mehr Zeit mit allen zusammen. Glücklicherweise, hatten wir einen gemeinsamen letzten Tag an dem wir zu dem wunderschönen, größten menschengemachten See in ganz Asien fuhren, kleine Boote mieteten und raus auf eine Insel schipperten. Die meisten der Inder können nicht wirklich schwimmen und hatten daher etwas Bedenken sich in das kleine, wackelige Boot zu setzten. Trotzdem verflogen diese Gedanken ganz schnell, als wir im Sonnenuntergang, mit Gesang der Inder und einer angenehmen, gemeinschaftlichen Stimmung geschmeidig uns übers Wasser rudern ließen. Ein toller gemeinsamer Abend und auch ein würdiger Abschluss von der wunderbaren Zeit mit diesen unglaublichen Menschen.

 

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Fr

20

Mär

2020

Endspurt

Unsere nächste Reise ging nach Varanasi, um weitere Szenen für unseren Film zu drehen. Dort

 lebten wir bei Badi Maa, wo wir sehr herzlich empfangen und gut versorgt wurden. Unsere Pläne gingen natürlich, wie immer, nicht ganz auf, da es uns an manchen Orten nicht erlaubt war, zu drehen. Dafür entstanden schöne Aufnahmen mit den Pujaris auf und im Ganges.

An einem Abend waren wir gemeinsam mit einer Gruppe von Musikern auf Badi Maas Schiff eingeladen. Wir beobachteten zuerst vom Fluss aus die große Aarti (Abendgebet am Ganges mit Feuer) am Ufer und anschließend wurde gemeinsam gesungen und getanzt. Es war eine sehr harmonische und schöne Stimmung mit dieser Gruppe unterm Sternenhimmel, auf dem heiligen Fluss mit Blick auf die erleuchtete Stadt.

Am nächsten Tag trafen wir einen Teil der Musiker Gruppe wieder zu einer gemeinsamen Akro-Yoga-Stunde am Gangesufer. Am Anfang hatten wir ein bisschen Angst und natürlich hatten wir auch ein großes Publikum. Dies senkte die Nervosität für uns Anfänger nicht gerade, aber es war sehr schön zu erleben, wie nach etwas Übung und wenn man sich ganz auf den Partner einlässt, sich vollkommen auf ihn konzentriert und dadurch eine gemeinsame Balance findet, man doch manche Kunststücke hinbekommt, von welchen man am Anfang dachte, das schafft man nie.

 

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Mo

24

Feb

2020

Abenteuerliche Reisen

Der so eingespielte Alltag wurde nun vollkommen über den Haufen geworfen. Wir hatten einen Marathon an Workshops. Einen Tag Theaterworkshop, den nächsten Klimaworkshop, dann Theater in verschiedenen Schulen in der Umgebung, wieder Klimaarbeit und zum Abschluss ein Theaterworkshop nur für Frauen unter Antonias Leitung. Eine intensive Woche mit unterschiedlichen Highlights.

 

Ich habe Vinod zu zwei Theaterworkshops mit Kindern in Schulen begleitet. Eine ganz neue, andere Atmosphäre. Beide Workshops hatten eher etwas von gruppendynamischen Übungen als von „richtigem“ Theaterspiel, was mich jedoch überhaupt nicht gestört hat.

Es war ein wunderbares Gefühl von knapp 25 8-14 jährigen Kindern umringt zu sein (kaum eines von ihnen sprach Englisch). Trotzdem habe ich diese Verbundenheit über die Bewegung, über die gemeinsame Aktion, über das Zusammensein gespürt. Der Zweite der beiden Workshops fand in der Aozora School statt. Da Vinod dort Englischlehrer ist, war keine all zu große Kontaktscheu der Kinder vorhanden. Es entstand ein lebhafter Austausch der Kulturen zwischen Ina, Madita und mir einerseits und quirligen jungen Menschen auf der anderen Seite, die wissbegierig zu uns aufschauten.

 

Während dieses Workshops hatte ich einen sehr persönlichen besonderen Moment mit einem ungefähr 9 jährigen, zarten, bestimmt vier Köpfe kleineren Mädchen. Vinod gab uns allen die Aufgabe sich zu zweit zusammen zu begeben und zu Musik die Bewegung des jeweiligen Partners zu spiegeln. Dadurch entstand die Szenerie, dass ich auf dem Rooftop der Aozora School, in vollem Sonnenschein, inmitten von 20 lebhaften Kindern einen stummen, besinnlichen und wunderschönen Moment mit diesem jungen Mädchen erlebte. Wir konzentrierten uns beide vollkommen auf die Bewegung des jeweils Anderen. Ich spürte ihren fokussierten Blick auf mir und genoss zu sehen, wie ihre Augen dabei leuchteten. Ihre Körperführung war so zart, doch gezielt. Sie folgte mir nicht und ich folgte ihr auch nicht, es war eher wie ein gemeinsamer langsamer, ruhiger Tanz. Diese Begegnung hat bei mir eine tiefe Zufriedenheit hinterlassen. Manchmal entsteht in all dem ganzen lauten, vollen, hektischen indischen Alltag ein Moment des Friedens und der Ruhe.

Der gesamte Workshop war für mich wunderbar. Der Abschluss mit all den Kindern war, dass wir zusammen in einem Klassenraum zu lauter indischer Musik frei getanzt haben. Auch das ein lebendiger, herzlicher Austausch über Bewegung und vor allem übers gemeinsame Lachen.

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Di

11

Feb

2020

Unser indischer Alltag

Nach nun sechs Wochen stehen wir alle fester und tiefer in unseren Aufgaben.

 

Wir haben die Klima-Arbeit mit der gesamten Gruppe weitergebracht. Wir haben ihnen eine Grundbasis vermittelt und können nun mit diesem Fundament wirklich gut arbeiten. Es entstehen eigene Impulse aus der Gruppe und das allgemeine Interesse an dem Thema wächst immer mehr. Dies zu beobachten, macht mich glücklich und es freut mich, dass unsere Arbeit die Menschen hier auch persönlich anspricht und ein Spaß am Lernen entsteht.

 

 

Unser Alltag besteht mittlerweile aus meistens einem Theater- oder Klimaworkshop, unterschiedlichen Aufgaben am Morgen und Mittag und gemeinsamen Essen gehen, oder Kochen am Abend. Schlussendlich wird der Abend/Nacht oft an einem gemütlichen kleinen Feuer in unserem Garten ausgeklungen.

 

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Mi

29

Jan

2020

Besondere erste Begegnungen

Wir, Ina, Madita und Sarah begleiten dieses Jahr Wolfgang und Christian für drei Monate bei der Projektarbeit bei Creacting India in Bodhgaya.

 

Ich, Sarah, bin 20 Jahre alt und bin in der Nähe von Bremen mit zwei großen Brüder in einem Dorf namens Ottersberg aufgewachsen.

 

Ina, 19, und Madita, 21, sind Schwestern und kommen aus Baden-Württemberg. Sie sind Teil einer siebenköpfigen Familie und, genauso wie ich, das erste Mal in Indien.

 

Unsere Reise begann mit einer dreitägigen auf und ab Fahrt von Frankfurt, über Dubai nach Delhi. Von dort aus sind wir 12 Stunden weiter mit dem Zug nach Gaya gefahren, wo wir von Vinod und Abhi überraschend vom Bahnhof abgeholt wurde und gemeinsam uns auf den Weg nach Bodhgaya gemacht haben, wo wir nun seit drei Wochen leben.

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