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Unser besonderer Dank gilt unserem kompetenten Reisebüro PlanReisen, der uns als Spezialist für Indienreisen seit über 10 Jahren bestens betreut.

Mit  Unterstützung von

 

Gerd Gruhn

 

Fotografie

 

Hochzeit, Event, Studio und mehr

Fr

25

Mär

2022

Mahsus feel! Teil 2

Es war früh am Morgen, als wir wieder bei unserer Gruppe in Bhopal eintrafen und gemeinsam in die letzte Projektphase starteten. Wir waren bereits seit einigen Stunden unterwegs. Wir kamen aus Bodhgaya, einer der heiligen Städte des Buddhismus und der Heimatstadt von Creacting India. Hier hatten wir knapp zwei Wochen verbracht und ich hatte mit all meinen Sinnen Indien erleben dürfen. Unsere Zwischenstation Bodhgaya war ein komplett eigenes Kapitel auf meiner Reise gewesen. Das Bhopal - Projekt war mir nun vertraut und auch andere Teile von Indien hatte ich jetzt sehen dürfen.

 

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So

20

Mär

2022

Mahsus – feel!

 

Meine bevorstehende Indien-Reise konnte ich erst so richtig realisieren in dem Moment, wo sie eintrat. Denn so richtig einstellen auf das, was mich in den kommenden eineinhalb Monaten erwarten würde, konnte ich mich nicht. In meinem Kopf waren primär bürokratische Szenarien der Pandemie Einreise zu durchdenken gewesen. Die ständig wechselnden Bestimmungen zu Testpflicht, Aufenthalt und Quarantäne in Indien, die dank der Omikron Welle eine Zitterpartie waren, fielen erst ab als wir in Bhopal bei unserer Theatergruppe ankamen. Es sollte ein Eintauchen und Abtauchen in eine andere Wirklichkeit werden. Ein erstes Highlight war ein kurzes Rennen auf unseren Gepäcktrolleys durch den leeren Flughafen in Doha, gemeinsam mit meinen Reisekumpanen Wolfgang und Christian gewesen. Ich freute mich auf die bevorstehenden vier Wochen in Indien und die anschließenden zwei Wochen in Nepal. Für eine Weile dem Hamsterrad entfliehen, bestehend aus Corona News, den andauernden Regentagen in Hamburg und dem Alltagsleben.

 

Der Fokus unserer Indien-Reise war das Bhopal Projekt in Zentralindien, was seit eineinhalb Jahren von CreActing India mit der NGO Muskaan und mit ASHA in Frankfurt als Kooperationspartner durchgeführt wurde und jetzt in einer finalen Phase mit der Entwicklung einer eigenen Show abgeschlossen werden sollte. Das Wort „social distancing“ verschwand bereits an der Sicherheitskontrolle am Flughafen in Delhi, wo ich nebenbei auch lernte, dass man sein Gepäck nur durch die Kontrolle bringen konnte, wenn man sich in die Menschentraube stürzte, um eine Gepäckbox zu ergattern, ganz nach dem Prinzip „survival of the fittest“. Angekommen am kleinen Airport in Bhopal überkam mich die Müdigkeit nach den vielen Stunden im Flugzeug und den Transit-Aufenthalten in Delhi und Doha. Diese versuchte ich geschickt zu vertuschen, da mich unser Projektort in Bhopal erwartete und ich sehr gespannt auf den Empfang der bhopalischen Jugendlichen war, die bereits einen Tag früher angereist waren. Ich freute mich ein erstes Mal die indische Luft einzuatmen. Sie war sehr angenehm in diesem Augenblick. Als wir drei (Christian, Wolfgang und ich) aus dem Flughafengebäude hinausgingen begrüßte mich ein sonniges Indien mit einem angenehmen leichten Lüftchen.

 

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Mi

25

Mär

2020

Ein plötzlicher, aber würdiger Abschluss

Ein kleines Update von unserer Situation hier in Indien im Bezug auf die Coronavirus-Krise.

 

Nach drei Tagen in Bhopal bekamen wir die Nachricht, dass Frieders und Christians Flüge gestrichen wurden und sie unverzüglich nach Delhi aufbrechen müssen, um für einen Ersatzflug zurück nach Deutschland bereit zu stehen. Wolfis, Inas, Maditas und mein Flug war zu dem Zeitpunkt noch auf dem Flugplan. Dadurch entschieden wir so lang es für uns möglich wäre in Bhopal zu bleiben, das Projekt so weit es geht zu Ende zu führen und die letzten verbliebenen Tage mit der gesamten Gruppe voll auszukosten. Trotzdem hing nun immer das ungute Gefühl über uns, dass jeden Moment der schwierige Anruf kommen könnte, der sagt, dass wir nun auch sofort nach Delhi aufbrechen müssten, um das Land noch vor einer endgültigen Flugverkehreinstellung verlassen zu können.

 

Es kam dann wieder anders, als erwartet. Einen Tag nach Frieders und Christians Abreise erreichte uns die Nachricht, dass nun auch eine nationale Ausgangssperre auf Indien zukäme und alle Fortbewegungsmittel in ganz Indien eingestellt würden und die Flughäfen in ganz Indien schließen würden, somit waren unsere Flüge am 26. auch gestrichen. Daraufhin entschieden wir so schnell es geht aus Bhopal mit der gesamten Gruppe nach Delhi zu fliegen und die Kinder dann im zweiten Schritt auf den Weg nach Bodhgaya zu senden, damit sie vor der Ausgangssperre wieder zurück bei ihren Familien wären und in Sicherheit die nun auch immer brennslicher werdende Situation hier in Indien auszusitzen.

 

 

Als wir nach nun leider auch nur sechs Tagen in Bhopal unsere Sachen packten, am Abend vorher die letzte gemeinsame Abendrunde mit den Kids hatten, war die Stimmung etwas gedrückt. Uns war in den Tagen zuvor schon bewusst, dass unser Projekt kein normales, friedliches Ende finden würde. Das hat uns schon die plötzliche Abreise von Christian und Frieder gezeigt, jedoch war da stetig die Hoffnung auf noch etwas mehr Zeit mit allen zusammen. Glücklicherweise, hatten wir einen gemeinsamen letzten Tag an dem wir zu dem wunderschönen, größten menschengemachten See in ganz Asien fuhren, kleine Boote mieteten und raus auf eine Insel schipperten. Die meisten der Inder können nicht wirklich schwimmen und hatten daher etwas Bedenken sich in das kleine, wackelige Boot zu setzten. Trotzdem verflogen diese Gedanken ganz schnell, als wir im Sonnenuntergang, mit Gesang der Inder und einer angenehmen, gemeinschaftlichen Stimmung geschmeidig uns übers Wasser rudern ließen. Ein toller gemeinsamer Abend und auch ein würdiger Abschluss von der wunderbaren Zeit mit diesen unglaublichen Menschen.

 

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Fr

20

Mär

2020

Endspurt

Unsere nächste Reise ging nach Varanasi, um weitere Szenen für unseren Film zu drehen. Dort

 lebten wir bei Badi Maa, wo wir sehr herzlich empfangen und gut versorgt wurden. Unsere Pläne gingen natürlich, wie immer, nicht ganz auf, da es uns an manchen Orten nicht erlaubt war, zu drehen. Dafür entstanden schöne Aufnahmen mit den Pujaris auf und im Ganges.

An einem Abend waren wir gemeinsam mit einer Gruppe von Musikern auf Badi Maas Schiff eingeladen. Wir beobachteten zuerst vom Fluss aus die große Aarti (Abendgebet am Ganges mit Feuer) am Ufer und anschließend wurde gemeinsam gesungen und getanzt. Es war eine sehr harmonische und schöne Stimmung mit dieser Gruppe unterm Sternenhimmel, auf dem heiligen Fluss mit Blick auf die erleuchtete Stadt.

Am nächsten Tag trafen wir einen Teil der Musiker Gruppe wieder zu einer gemeinsamen Akro-Yoga-Stunde am Gangesufer. Am Anfang hatten wir ein bisschen Angst und natürlich hatten wir auch ein großes Publikum. Dies senkte die Nervosität für uns Anfänger nicht gerade, aber es war sehr schön zu erleben, wie nach etwas Übung und wenn man sich ganz auf den Partner einlässt, sich vollkommen auf ihn konzentriert und dadurch eine gemeinsame Balance findet, man doch manche Kunststücke hinbekommt, von welchen man am Anfang dachte, das schafft man nie.

 

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Mo

24

Feb

2020

Abenteuerliche Reisen

Der so eingespielte Alltag wurde nun vollkommen über den Haufen geworfen. Wir hatten einen Marathon an Workshops. Einen Tag Theaterworkshop, den nächsten Klimaworkshop, dann Theater in verschiedenen Schulen in der Umgebung, wieder Klimaarbeit und zum Abschluss ein Theaterworkshop nur für Frauen unter Antonias Leitung. Eine intensive Woche mit unterschiedlichen Highlights.

 

Ich habe Vinod zu zwei Theaterworkshops mit Kindern in Schulen begleitet. Eine ganz neue, andere Atmosphäre. Beide Workshops hatten eher etwas von gruppendynamischen Übungen als von „richtigem“ Theaterspiel, was mich jedoch überhaupt nicht gestört hat.

Es war ein wunderbares Gefühl von knapp 25 8-14 jährigen Kindern umringt zu sein (kaum eines von ihnen sprach Englisch). Trotzdem habe ich diese Verbundenheit über die Bewegung, über die gemeinsame Aktion, über das Zusammensein gespürt. Der Zweite der beiden Workshops fand in der Aozora School statt. Da Vinod dort Englischlehrer ist, war keine all zu große Kontaktscheu der Kinder vorhanden. Es entstand ein lebhafter Austausch der Kulturen zwischen Ina, Madita und mir einerseits und quirligen jungen Menschen auf der anderen Seite, die wissbegierig zu uns aufschauten.

 

Während dieses Workshops hatte ich einen sehr persönlichen besonderen Moment mit einem ungefähr 9 jährigen, zarten, bestimmt vier Köpfe kleineren Mädchen. Vinod gab uns allen die Aufgabe sich zu zweit zusammen zu begeben und zu Musik die Bewegung des jeweiligen Partners zu spiegeln. Dadurch entstand die Szenerie, dass ich auf dem Rooftop der Aozora School, in vollem Sonnenschein, inmitten von 20 lebhaften Kindern einen stummen, besinnlichen und wunderschönen Moment mit diesem jungen Mädchen erlebte. Wir konzentrierten uns beide vollkommen auf die Bewegung des jeweils Anderen. Ich spürte ihren fokussierten Blick auf mir und genoss zu sehen, wie ihre Augen dabei leuchteten. Ihre Körperführung war so zart, doch gezielt. Sie folgte mir nicht und ich folgte ihr auch nicht, es war eher wie ein gemeinsamer langsamer, ruhiger Tanz. Diese Begegnung hat bei mir eine tiefe Zufriedenheit hinterlassen. Manchmal entsteht in all dem ganzen lauten, vollen, hektischen indischen Alltag ein Moment des Friedens und der Ruhe.

Der gesamte Workshop war für mich wunderbar. Der Abschluss mit all den Kindern war, dass wir zusammen in einem Klassenraum zu lauter indischer Musik frei getanzt haben. Auch das ein lebendiger, herzlicher Austausch über Bewegung und vor allem übers gemeinsame Lachen.

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