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Unser besonderer Dank gilt unserem kompetenten Reisebüro PlanReisen, der uns als Spezialist für Indienreisen seit über 10 Jahren bestens betreut.

Mit  Unterstützung von

 

Gerd Gruhn

 

Fotografie

 

Hochzeit, Event, Studio und mehr

Zurück in Bodhgaya

Nachts um 3 Uhr werden wir in Bodhgaya in unserem Kulturzentrum Creacting India von Ramu und Nisha – zwei weitere Theater Trainer/in mit Blumengirlanden empfangen. Endlich, endlich da, keine Fahrten mehr die kommenden Wochen, welch ein Segen.

Gegen morgen erhalte ich die nächste Überraschung, eine SMS von Luzie, unserer 2ten Praktikantin. Sie studiert in Darmstadt an der FH Soziale Arbeit und hatte im November 2018 an dem Theaterworkshop – Interkulturelle Theaterarbeit -, den Wolfgang und Christian an der FH hielten, teilgenommen.

 

Sie sitzt in Frankfurt fest, weil Air India wegen des Konflikts mit Pakistan nicht fliegt. Den Anschlussflug nach Bodhgaya wird sie also auch nicht bekommen. Später schreibt sie, das AI sehr gut die Passagiere mit Hotel und Essen versorgt und sich um den Weiterflug kümmert.

 

Freitag, der 1. März, Vinod und Ina kommen früh morgens in Bodhgaya an. Ina ist erkältet, weil sie vergessen hatte, sich für Kathmandu warme Kleidung mitzunehmen, aber sie ist trotzdem gut drauf, weil sie endlich hier ist und sich nun von den Strapazen ausruhen darf. Luzie meldet, dass sie um 13.30 in Bodhgaya landet. Perfekt, bald sind wir komplett. Nachdem Luzie endlich ankam, haben wir alle, auch mit unseren Indern, erleichtert und fröhlich im „HARI OM Cafe“ Chai getrunken und unsere Reiseerlebnisse ausgetauscht.

 

Abends war unser erstes gemeinsames Meeting für die Planung der kommenden 4 Wochen.

 

Samstag, der 2. März bis Dienstag, der 5. März

 

Wir sind primär mit Organisation bzw. mit Planung und Einrichtung unseres neuen Büros, der Küche und der Theaterhalle beschäftigt. Christian hat für die Küche noch einen Kühlschrank spendiert und das Theater wird mit Klimaanlage, Lichtanlage und Vorhängen ausgestattet. Ohne Klimaanlage ist es im Sommer bei Temperaturen um die 40° C kaum erträglich, Kurse zu halten.

 

Sonntag Mittag haben Luzie und ich einem Theaterkurs an der „Mummy Jee School“, den Nisha regelmäßig jede Woche hält, beigewohnt, um die Fortschritte zu beobachten. Die Kinder spielten frei und waren voller Energie. Diese private Schule wurde von einer Französin gegründet. Mummy Jee wird sie von allen genannt, ist sehr geschätzt, auch von Politkern und wird von den Kindern geliebt.

 

Wolfgang und Christian sitzen regelmäßig bis tief in die Nacht und ergänzen Lehrbriefe, schreiben Feedback – Anleitung, Workshop Vereinbarung für die Kursteilnehmer, Kamera Handhabung und planen Spielaufgaben für die Kurse.

 

Montag, 4 März ist Feiertag, Shivaratri: Für die Verehrer des Gottes Shivas ist es das höchste Fest. Hindus aller Traditionen feiern mit Fasten, Durchwachen der Nacht und mit Gebeten diesen Tag, vor allem Frauen fasten und erbitten Segen für ihre Ehemänner (ob die Männer das auch für ihre Frauen tun???)

 

Wie jedes Jahr an diesem Fest lädt „OM Baba“ die Gruppe zu sich nach Hause ein. Er wohnt außerhalb von Bodhgaya und hat einen halbwilden Garten, in dem man gut entspannen und philosophieren darf.

 

Dienstag sind wir wieder nur mit Organisation beschäftigt und freuen uns, dass morgen endlich der erste Theaterkurs stattfindet.

 

Mittwoch, 6 März und Donnerstag 7 März, morgens ist noch einiges an Organisation zu erledigen und nachmittags startet endlich der erste Workshop. 12 indische Jugendliche, davon 4 Frauen, und unsere beiden Praktikantinnen Ina und Luzie bilden die Gruppe und Christian, Wolfgang und ich leiten die Kurse. Neben der Praxis werden wir dieses Jahr auch verstärkt theoretische Kenntnisse bezüglich der Methode „ACT: Experimentelles Animations und Clownstheater“ nach Dr. Fried und Dr. Keller, für Insider Annette und Jogi (Akademie Reuschberg), vermitteln. Wir drei wurden bei den Beiden in vielen Workshops und Auftritten zu Gruppenleitern und Spieler für diese Methode ausgebildet.

 

Zum Abschluss unserer Reise ist eine Aufführung in unserer neuen Kulturhalle geplant. Mit dieser Show möchte sich CreactingIndia in Hamburg bei der Kulturkarawane für eine 2 monatige Theaterreise durch Deutschland bewerben.

 

Freitag, den 8. März, obwohl alle Spieler eine Vereinbarung unterschrieben, dass sie regelmäßig anwesend und pünktlich sind, haben heute 4, ohne sich abzumelden, gefehlt. Später erfuhren wir, dass 3 am nächsten Tag Examen in der Schule haben und die Eltern ihnen nicht gestatteten, den Kurs zu besuchen. Ein anderer hat sich kurzfristig entschieden, doch an einer Hochzeitszeremonie teilzunehmen. Die Gründe sind verständlich, aber diese kannten sie auch schon einen Tag vorher. Wir nehmen es gelassen hin. Das ist Indien und wir leben damit. Die Anwesenden sind sehr engagiert, spielen erfreuliche Stücke nach einer Konzeptarbeit und zeigen eine tolle Improshow.

 

Trotz aller Aktivitäten gehen wir Deutsche in der Regel morgens zum Mahabodhi Tempel und setzen uns unter den Bodhibaum zum Meditieren. An diesem Platz hat Buddha angeblich seine Erleuchtung erlangt. Es ist der wohl begehrteste Pilgerort für alle Buddhisten und entsprechend spürt man die Energie.