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Jimdo

Indischer Verkehr

Heute war der erste freie Tag nach einer gefühlten Ewigkeit oder vielleicht noch länger. Deswegen musste sich natürlich jeder ganz genau überlegen was er unternimmt.

Jeder hat sich dann irgendwo hin aufgemacht und ich bin mal gespannt, was die anderen heute Abend alle für Geschichten zu berichten haben.

Ich erzähle euch jetzt erstmal von meinem Tag. Angefangen hat er eigentlich schon gestern. Julia und ich saßen heute nämlich bis in die frühen Morgenstunden auf dem Dach und haben den Tagesanbruch ganz genau mit verfolgt. Es war super schön, auch wenn ich eigentlich sonst Sonnenaufgänge schöner finde, weil man hier ja leider die Sonne gar nicht richtig sehen kann, wegen dem vielen Smog. 

Nach einem mehr oder weniger erholsamen Schlaf hab ich mich dann zusammen mit Andrea aufgemacht in die Stadt um erstmal ein paar Sachen vom Schneider abzuholen. Eigentlich dachte ich, dass ich heute endlich mal etwas machen kann, was ich mir schon super lange vorgenommen habe und zwar mit dem Fahrrad durch Bodhgaya zu fahren. Da habe ich schon die ganze Zeit total Lust drauf, aber auch ein ein bisschen Angst, wegen dem Verkehr, der hier einfach mehr als durcheinander ist und ich sogar aus der Rikscha heraus schon manchmal echt Angst habe. Und außerdem ist es hier ja auch Linksverkehr, was ja auch nochmal eine Herausforderung ist.

Als ich dann aber heute vormittag bereit war loszufahren, ist mir aufgefallen, dass ich ja gar nicht den Schlüssel habe und das natürlich genau heute Vikram in Gaya ist und den Schlüssel mitgenommen hat. Da war ich dann erstmal ein bisschen traurig aber dann war es auch ok und ich bin zu Fuß los.

Als wir dann beim Schneider waren, ist plötzlich Ramu rein gekommen und ich war ziemlich überrascht als er dann meinte, dass Laxman ihm erzählt hat, das anscheinend Vinod ihm erzählt hat, dass ich gerne mit dem Fahrrad fahren wollte, aber keins habe. Und deswegen ist er extra vorbei gekommen um mir sein Rad zu bringen. 

Da war ich natürlich über glücklich. Das war mal wieder so eine Situation wie man sie hier irgendwie öfters mal erlebt, das man irgendwie einen Wunsch hat und der dann ganz unerwartet erfüllt wird. Das ist echt super.

Dann bin ich also los und habe mich auf gemacht in den wilden Straßenverkehr Bodhgaya. Das war super aufregend. Am Anfang hatte ich noch ein bisschen Angst und es war ein ziemlich merkwürdiges Gefühl auf der falschen Straßenseite zu fahren, aber dann dachte ich mir, ich muss einfach selbstbewusst wirken und so tun als wüsste ich total was ich grade mache und dann ging es super gut. Ich bin einfach an riesengroßen Kreuzungen mitten auf der Straße zwischen Rikschas und Reisebussen gefahren und hab so getan als würde ich das alles jeden Tag machen. Es hat auf jeden Fall total Spaß gemacht. Ich bin bis an die Ränder der Stadt gefahren und durch die kleinen Dörfer außerhalb. Das war anscheinend ein ziemlich ungewöhnliches Bild für die Leute, denn ein weiße Frau auf dem Fahrrad sieht man scheinbar nicht so oft.

Auf dem Weg habe ich dann auch den beeindruckendsten Tempel überhaupt gesehen. Er war einfach nur komplett in silber und außen mit Glitzer. Ich konnte es gar nicht glauben. Ich war auch irgendwie die Einzige, die dort war und es war wirklich unglaublich schön.

Es war total schön mal die Stadt aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Gestern haben Julia, Laxman und ich einen sehr schönen Morning Walk, wie Laxman es so gerne nennt gemacht. Wir sind nach Sujata Village, das kleine Dorf hinter unserem Guesthouse gegangen, das nach Sujata benannt ist, der Frau, die Siddharta Gautama den Milchreis gegeben hat, der im zu seiner Erleuchtung verhalf. Das Dorf ist total schön und es war echt spannend durch zu laufen und die Menschen einfach bei ihrem alltäglichen Leben zu beobachten. Ich würde zu gerne mal noch näheren Einblick in das Dorfleben hier bekommen und sehen, wie genau es ist in so einer Dorfgemeinschaft zu leben. Hier hört man ja so alle möglichen Geschichten aber so richtig vorstellen kann ich mir das Ganze leider nicht. 

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